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Chronik

1830 - infolge eines großen Brandes werden auf dem Gut ein Tagelöhnerhaus, der Schafstall und eine Scheune vernichtet Ca. 1830 gab es einen großen Brand auf dem Gut, bei dem das Tagelöhnerhaus, der Schafstall und die Scheune niederbrannten. Wahrscheinlich ist auch das Wohnhaus in Mitleidenschaft gezogen worden, denn 1851 wurde ein neues Gutshaus auf dem Gut gebaut, was vorhandene Rechnungsakten und Bauzeichnungen im Landesarchiv Potsdam belegen (siehe Bauzeichnung). Steine hierzu wurden zum Beispiel durch den Kossät Ulrich aus Groß Leppin von der Ziegelei Zernikow mit dem Pferdefuhrwerk angefahren.

 

01. April 1961 - Freiwillige Feuerwehr Klein Leppin wird ins Leben gerufen

 

1964 - das erste Spritzenhaus von Klein Leppin ist fertiggestellt

 

Am 01.04.1961 wurde die Freiwillige Feuerwehr Klein Leppin gegründet. Es war nicht einfach, unter den wenigen Einwohnern ausreichend Freiwillige zu finden. Oft wurde daher von staatlicher Seite die Aufstellung einer Pflichtfeuerwehr angedroht. Aber letztlich fanden sich doch immer 8 bis 9 Leute bereit, als Freiwillige Feuerwehr zu fungieren. Um 1962 wurde dann das erste Spritzenhaus in vielen freiwilligen Arbeitsstunden der Einwohner am östlichen Rand des ehemaligen Gutshofes errichtet und 1964 eingeweiht. In diesem wurde der TSA-Anhänger dann untergestellt. Als Wehrleiter fungierten in all den Jahren unter anderen

 

  • Günter Staesche
  • Horst Kämmerer
  • Michael Boje.

 

Seit 1993 leitet Herr Mohr die FF von Klein Leppin, zu der mittlerweise 17 Männer und Frauen gehören, die auch als gemischte Gruppe an Feuerwehrausscheiden teilnehmen. Zeitweise gab es in den Jahren vorher auch eine extra Frauengruppe, aber auf Grund familiärer und beruflicher Verpflichtungen war die Gruppe so nicht mehr aufrechtzuerhalten.

Die FF verfügt über einen ca. 30 Jahre alten B 1000 als Löschfahrzeug. In diesem ist die Technik untergebracht. Im Jahre 1999 wurde das am Gemeindehaus angebaute Spritzenhaus fertiggestellt. Hiermit haben sich die Bedingungen für die FF wesentlich verbessert.

 

Früher waren alle wehrhaften Bürger zur Brandbekämpfung verpflichtet – es bestand die sogenannte Pflichtfeuerwehr. In einer alten allgemeinen Dorfordnung aus der Zeit Ende des 17./Anfang des 18. Jahrhunderts konnte man folgendes über das Feuerlöschwesen lesen:

 

„Es soll ein jeder Hüfner im Dorfe sowohl der Kossäte eine Laterne, einen geschmierten erdenen Eimer, eine fertige lange Leiter, der Einhüfner einen Feuerhaken und zwei Kossäten auch einen Feuerhaken haben, damit man dieselben in Zeiten der Not bei Händen und zu Gebrauch haben möge.“

 

Vor allen Dingen sollte der Untertan „mit allem treuen Fleiß auf sein Feuer acht haben und seinen Kindern und Gesinde nicht gestatten mit bloßem Kien oder Licht umzugehen“, war doch die Feuergefahr in dieser Zeit durch die mit Stroh gedeckten Häuser besonders groß.

 

In Klein Leppin wurden bei einem ausgebrochenen Brand auf dem Gut wahrscheinlich die untertänigen Bauern aus Söllenthin zur Hilfe gerufen. Die erste Brandbekämpfung ist wohl durch die anwesenden Knechte vorgenommen worden. 1933 wurde die Freiwillige Feuerwehr von Söllenthin gegründet. Das Feuerlöschwesen war in frühester Zeit dem Lehnschulzen unterstellt und später hatte die Gemeindevertretung dafür Sorge zu tragen. Die Bürger wurden durch die Sturmglocke alarmiert

 

„... ganze Gemeinde alle Quartale einmal in ganzen Dorfe herumgehen, eines jeden Feuerstätt und Schornstein oder Rauchhaus (Räucherkammer) zu besehen und so etwas gefährlich befunden, abschaffen, es der Herrschaft berichten und anmelden.“

 

Bis in das 19. Jahrhundert hinein waren der Ledereimer als Wassereimer, Leitern und Feuerhaken die einzigen Geräte zur Feuerbekämpfung. Anfang des 19. Jahrhunderts gab es dann die Gespannspritze. Auch die Feuerkassenversicherung als Pflicht kam jetzt auf. Dabei wurde das Strohdach, auch „heißes Dach“ genannt, am höchsten eingestuft.